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Eine Aktie ist eine Urkunde, die ihrem Inhaber einen Anteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft (AG) verbrieft. Der Aktionär ist also Miteigentümer am Unternehmen. Dadurch trägt er auch einen Teil des Risikos, welches mit der Aktiengesellschaft zusammenhängt. Bei guter Geschäftslage oder in deren Erwartung verdient der Aktionär durch steigende Kurse der Aktien. An der Börse wird vor allem die Zukunft gehandelt.

Wichtig:

Als Aktionär ist man zwar Miteigentümer einer Aktiengesellschaft, aber kein Gläubiger. Im schlimmsten Fall, dem Konkurs, haftet der Aktionär also nicht mit seinem Vermögen für die Gesellschaft, sondern nur mit seiner Aktieneinlage.

Wichtiger ist die Unterscheidung von Inhaber- und Namensaktien:

Die Inhaberaktie:

Ist die Normalform einer Aktie, sie wird durch Weitergabe übertragen. Es darf also immer derjenige das Stimmrecht ausüben, der die Aktie besitzt.

Die Namensaktie:

Wird auf einen Inhaber ausgestellt. Beim Wechsel des Besitzers muss eine Änderung im Aktienbuch des Unternehmens stattfinden. Besondere Form ist die vinkulierte Namensaktie: Die Gesellschaft kann die Eintragung ins Aktienbuch ablehnen (z.B. bei Übernahmeversuchen wichtig).

“Qualität” von Aktien

Gerade bei der Anlage seines Geldes, sollte man über die Qualitätsunterschiede bei der Aktienauswahl bescheid wissen und dementsprechend auf diese achten.

Blue Chips

Aktien erstklassiger Unternehmen mit sehr guter Marktpositionierung und Erfolg. Für Anfänger, welche ohne Hilfe in den Markt gehen, empfiehlt sich zunächst die Investition in solche Aktien, da hier das Risiko begrenzt ist. Die meisten deutschen Blue-Chips finden Sie im deutschen Aktienindex DAX.

Zyklische Aktien

Unter zyklischen Aktien versteht man Aktien von sehr konjunkturabhängigen Unternehmen. Die Gewinne zyklischer Aktien schwanken also in Abhängigkeit der Konjunktur einer Branche oder einer gesamten Volkswirtschaft. Dementsprechend kann dies in kurzen Zeiträumen geschehen. Als typische zyklische Aktien sind Konsumwerte zu nennen. Eine schlechte konjunkturelle Lage einer Volkswirtschaft und der damit einhergehenden geringeren Nachfrage nach eben diesen Konsumgütern wirkt sich selbstverständlich negativ auf die Ertragslage dieser Unternehmen aus.

Nebenwerte

Unter Nebenwerten versteht man Aktien kleinerer bis mittlerer Unternehmen. Hier sind die Kursbewegungen heftiger und schneller. Als Problem kann ein sehr geringer Umsatz auftreten, bei dem der Kurs sehr schnell in die eine oder andere Richtung getrieben werden kann. Besonders bei dieser Art von Aktien ist es wichtig immer Limits bei den Orders zu setzen, da es sonst zu Überraschungen bei der Kursausführung kommen kann (dies ist auf den meist geringen Umsatz zurückzuführen). Die Überraschungen liegen an der Tatsache, dass bei Aktien immer Angebot und Nachfrage aufeinander treffen müssen.

Penny Stocks

Extrem risikoreiche Aktien, deren Wert im “Penny”-Bereich liegt. Diese Investition ist sehr spekulativ und daher für Anfänger ungeeignet. Wenn Sie allerdings von den Zukunftsprognosen eines Unternehmens überzeugt sind und die Aktie von diesem Unternehmen momentan als Pennystock gilt, kann dies natürlich auch ein sehr erfolgversprechendes Investment sein. Lassen Sie sich aber nicht dazu verleiten, bei Pennystocks wild drauf loszukaufen, da das Totalverlustrisiko ebenfalls sehr hoch ist. Wenn Sie sich also dennoch investieren wollen in einem Pennystock, legen Sie nur einen Bruchteil Ihres Tradingkapitals in einen solch spekulativen Wert (Penny-Stock) an. Genau wie bei den Nebenwerten, ist bei Pennystocks auch das Problem des Umsatzes zu nennen. Deshalb kann es auch hier zu Überraschungen bei der Kursausführung kommen. Setzen Sie auf jeden Fall ein Limit bei Ihrem Kauf und falls Sie investiert sind, bei Ihrer Verkaufsorder. Die Überraschungen liegen an der Tatsache, dass bei Aktien immer Angebot und Nachfrage aufeinander treffen müssen.

Außerdem unterscheidet man zwischen Stamm- und Vorzugsaktie:

Die Stammaktie:

ist eine “vollwertige” Aktie, die dem der Besitzer das Recht einräumt, die Hauptversammlungen der Gesellschaft zu besuchen und dort abzustimmen. Es besteht die Möglichkeit, Weisungen zur Stimmabgabe zu geben oder Gegenanträge einzureichen. Die Hauptversammlung findet i.d.R. einmal im Jahr statt, oft im Frühjahr. Dort präsentiert der Vorstand das Unternehmen, stellt den Geschäftsverlauf des letzten Jahres dar und gibt einen Ausblick. Zum Besuch eingeladen werden alle Aktionäre; die Benachrichtigung erfolgt kurz vorher. Und wenn es der Gesellschaft gut geht, gibt es nach Beschluss der HV auch eine Dividendenzahlung, die Gewinnbeteiligung des Aktionärs.

Die Vorzugsaktie:

Bietet kein Stimmrecht in der Hauptversammlung, dafür oft eine etwas höhere Dividende und einen niedrigeren Aktienkurs.